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Kostüme für Feen, Elfen und Geister

Kommt! einen Ringel-, einen Feensang!
Dann auf das Drittel ’ner Minute fort!
Ihr, tötet Raupen in den Rosenknospen!
Ihr andern führt mit Fledermäusen Krieg,
Bringt ihrer Flügel Balg als Beute heim,
Den kleinen Elfen Röcke draus zu machen!

William Shakespeare: »Ein Sommernachtstraum«

Nicht aus Fledermausflügeln, sondern aus Chiffon waren die Röcke, die ich im vergangenen Jahr für eine Ballettaufführung nähen durfte: Von Röcken mit Farbverlauf wie diesem in meinem Etsy-Shop inspiriert, kontaktierte mich die Ballettschule Hoefer in Pulheim , ob ich solche Röcke auch in größerer Zahl als Kostüme anfertigen könnte.

Die Feen, Elfen und Geister des Waldes in einer Aufführung von Shakespeares „Sommernachtstraum“ wurden so zu meinem Projekt. Gemeinsam mit der Ballettschule entwickelte ich die Ideen für drei unterschiedliche Kostüme aus korrespondierenden Stoffen:

Für die Elfen – die Gruppe der Zwölfjährigen – sollte es ein Empire-Kleidchen mit eingearbeitetem Trikot sein. Die Feen (14-15-Jährige) würden einen „gewöhnlichen“ Ballettrock mit dazu passendem (nicht von mir genähtem) Trikot tragen und für die Geister (16-18-Jährige) haben wir gemeinsam ein luftiges Kleid mit „Vokuhila“-Schnitt ausgetüftelt.

In einigen Wochen und Monaten habe ich dann insgesamt 40 Kostüme in zwei Farbkonstellationen genäht: Ein Teil der Gruppe trug jeweils kräftiges Gelb-Grün und ein anderer den eher gedeckten Farbverlauf in Oliv-Gelb. Die Handhabung von Stoffbahnen dieser Ausmaße war dabei nicht die einzige Herausforderung, der ich mich gegenüber sah!

Elfen tragen Empire-Kleidchen

Das Schnittmuster für das Empire-Kleidchen der Elfen habe ich selbst entwickelt und dafür als Grundlage das Freebook für einen Kinder-Badeanzug verwendet. Den habe ich so abgewandelt, dass er nicht mehr asymmetrisch war, die Rüschenverzierung weggelassen und stattdessen eine Teilung unter der Brust eingefügt, an der der Rock angesetzt ist. Das Rockteil besteht aus einem simplen Trapez, das vorne und hinten identisch gearbeitet ist.

Ein erstes Probestück zeigte an einigen Stellen Korrekturbedarf , so hatte ich etwa die Proportionen der Mädels falsch eingeschätzt und der Rock saß zu tief. Auch musste der Bewegungsspielraum zum Tanzen doch noch größer sein, sodass wir uns letztendlich für einen Schlitz an der Seite entschieden.

Herausforderung Nummer zwei dieses Kostüms war die Verbindung von dehnbarem Trikotstoff und nicht dehnbarem Chiffonrock: Damit die Mädchen nachher das Kleid von unten wie ein Trikot anziehen konnten, durfte der Rockteil nicht zu eng sein. Damit das dann wiederum mit der Unterbrustweite des Trikots zusammenpasst, mussten beim Zusammennähen von Ober-, Unter- und Rockteil die beiden elastischen Schnittteile maximal gedehnt werden.

Feen-Röcke – ein Heimspiel

Bei den Wickelröcken für die Feen-Kostüme war ich dann wieder auf vertrautem Terrain. Das Schnittmuster ist bewährt und ich habe es in verschiedenen Größen fertig im Regal, sodass sich die Feen-Röcke fast von alleine nähten.

Geister in Vokuhila-Kleidern

Die Kleider für die ältesten Tänzerinnen, die Geister, erforderten wiederum etwas Schnittmuster-Tüftelei: Der Grundschnitt ist ebenfalls zusammengesetzt und eine Adaption von zwei Freebooks: Für das Oberteil habe ich das Shirt Lady Rockers von Mamahoch2 als Ausgangsbasis genommen und es an verschiedenen Stellen abgeändert – da es ein ärmelloses Kleid werden sollte, habe ich die Armausschnitte etwas verändert, den Halsausschnitt deutlich vergrößert, damit man auch bei nicht dehnbarem Stoff mit Dutt hindurchkommt und schließlich die Weite angepasst, sodass auch insgesamt der Schnitt mit Webware funktionieren konnte. Schließlich ist es eigentlich ein T-Shirt-Schnitt für Jersey-Stoffe. Hals- und Armausschnitte habe ich zum Versäubern mit Schrägband eingefasst.

Ursprünglich hatte ich mit der Ballettschule überlegt, eine Kellerfalte am Halsausschnitt einzuarbeiten, um auf die benötigte Weite einerseits zu kommen, ohne andererseits einen Sack zu nähen. Die Probestücke zeigten aber, dass die Kellerfalte optisch untergeht oder deutlich vergrößert werden müsste, sodass ich stattdessen, den Stoff am Hals mit der Overlock etwas gerafft habe. (Wie das geht, ist zum Beispiel hier ganz gut erklärt.)

Das Unterteil des Geisterkleides bildete das Freebook zum Vokuhila-Rock von Pattydoo. Rock und Oberteil habe ich natürlich in einem durchgehenden Stück zugeschnitten, damit der Farbverlauf nicht unterbrochen wird. Auch bei diesem Rock haben die Probeteile gezeigt, dass wir noch Weite hinzugeben müssen, damit die Bewegungsfreiheit zum Tanzen ausreicht. Das wiederum hatte Auswirkungen auf den Stoffbedarf. Damit der nicht explodiert habe ich schließlich die Kleider schräg zum Fadenlauf zugeschnitten, was man ja „eigentlich“ nicht macht und was sich auch als weitere Herausforderung erwies, weil die flatterigen Chiffon-Stoffe sich widerspenstig zeigten, wenn es darum ging, sie akkurat zu falten (um einen glatten Stoffbruch zu bekommen).

Doch schließlich hatte ich alle Elfen, Feen und Geister benäht und konnte ein großes Paket nach Pulheim schicken. Im November durfte ich dort dann das Ergebnis auf der Bühne bewundern und es hatte etwas durchaus Surreales, eine ganze Bühne voller von mir genähter Kostüme zu sehen!

Fotoshooting mit kakakiri-Trikot

Vor einiger Zeit habe ich hier öffentlich meine Ballettklamotten ausgemistet. Diesen Blogpost hat auch Jenny gelesen – allerdings erst einige Zeit nachdem alle Teile verschenkt waren. Ich ging daher noch einmal meine Ballettschublade durch und konnte ihr ein Trikot anbieten, das ich einmal selbst genäht hatte. Der Stoff gefiel mir zwar nach wie vor, aber mit der Passform war ich nie ganz zufrieden gewesen. 

Dieses Balletttrikot wanderte also in die Post und fand bei Jenny eine glückliche Abnehmerin, die es offenbar mehr schätzt als ich, denn nun war es sogar das favorisierte Trikot für ein Fotoshooting, von dem ich hier einige Bilder zeigen darf.

 

Verlosung: Etsy-Gutscheine für Neukunden

Heute habe ich etwas zu verschenken! Von Etsy habe ich fünf Gutscheine über 20 Euro bekommen, die ich an Neukunden verschenken darf. Natürlich würde ich mich freuen, wenn die Gutscheine in meinem Shop eingelöst werden.

Wer also vielleicht schon länger einen Blick auf einen meiner Ballettröcke geworfen hat, hat nun die Chance, ihn (beinahe) kostenlos zu bekommen. Um einen der fünf Etsy-Gutscheine zu gewinnen, hinterlasst mir einen Kommentar unter diesem Post oder schreibt mir eine Mail bis zum Freitag, 26.10.2018.

Hier ein paar Anregungen, was ihr mit eurem Etsy-Gutschein anfangen könntet! (Beim Klick auf das Bild findet ihr einen Link zum Artikel in meinem Etsy-Shop.)

kakakiri-Ballettröcke in Szene gesetzt

„Gibt es eigentlich auch Tragefotos von deinen Röcken“, wurde ich schon hier und da gefragt. „Ja, schon. Aber…“ musste ich dann bislang sagen, denn mich selbst wollte ich nicht unbedingt als öffenliches Model heranziehen. Und andere Kunden und Mittänzer dafür ebenso wenig „verhaften“.

Nun ergab sich aber eine Gelegenheit, einige meiner Ballettröcke mit einer Ballerina schön in Szene zu setzen: Yume Okano ist Tänzerin beim NRW-Juniorballett und trainiert regelmäßig mit uns Hobby-Tänzern bei den Open Classes des Ballett Dortmund. Sie hat sich netterweise gleich bereiterklärt, mit meinen Röcken zu posieren und sie ins rechte Licht zu setzen.

Übrigens: Meine Röcke gibt es in verschiedenen Weiten und Längen – sie passen also nicht nur zarten Ballerina-Figuren, sondern auch normalen Frauen.

Neu: jetzt auch bei DaWanda

kakakiri auf DaWanda

kakakiri jetzt auch bei DaWanda

Vor gut einem Jahr habe ich mein kleines Experiment gestartet und begonnen, handgenähte Ballettröcke über Etsy zu verkaufen. Der Zuspruch wuchs in den folgenden Monaten stetig, sodass ich mich inzwischen gut organisieren muss, um neben meinem Fulltime-Job noch Nachschub für den Shop und Spezialanfertigungen herzustellen und weitere Kooperationen (dazu in Kürze mehr!) einzugehen.

Etsy als internationale Seite bescherte mir Kunden aus Japan, Australien, den USA und anderen Ländern. Wer aber hierzulande nach selbstgemachten, individuellen Teilen sucht, schaut wohl zuerst bei DaWanda. Daher habe ich mich entschlossen, auch dort einen Shop zu eröffnen. Ab sofort findet ihr also meine Ballettröcke und Accessoires auch hier:

kakakiri auf DaWanda

 Ein Blick in den Shop

Spitzenmäßiges Upcycling: Vom Spitzenschuh zum Federmäppchen

Spitzenschuh-Friedhöfe sind bei Hobbytänzern keine Seltenheit: Weil man sich von den Foltergeräten nicht trennen kann, werden sie in Kisten, Regalfächern oder Zimmerecken gehortet – das Stockholm-Syndrom der Ballettwelt. Auch bei mir lagen noch zwei Paar „tote“ Spitzenschuhe, die wegzuschmeißen ich bislang nicht übers Herz brachte.

Im November hatte ich mir in London neue Schuhe gekauft – zum ersten Mal nicht von Gaynor Minden, sondern von Bloch. Ich wollte wenigstens probiert haben, ob es eine Alternative zu den (ebenfalls schmerzhaften) Gaynors gibt. Als ich nun nach nur drei Stunden in diesen neuen Schuhen beschloss, sie als Fehlinvestition abzuschreiben, überlegte ich, was ich mit den fast neuen Schuhen anfangen könnte. Sie gebraucht zu verkaufen schien mir – zumal angesichts meiner Schuhgröße (43) – ziemlich aussichtslos. Da erinnerte ich mich hieran:

Ein Beitrag geteilt von Katharina Kierig (@kakakiri) am

Diese Idee wollte ich wiederbeleben. So habe ich die kaum getragenen Spitzenschuhe und ein anderes abgelegtes Paar kurzerhand zu Täschchen mit Reißverschluss umfunktioniert, in denen man Stifte, Kosmetikartikel, Haarutensilien oder Spitzenschuh-Accessoires unterbringen könnte.

Die dafür benötigten Materialien (ein wenig zartrosa Spitze, weißer Baumwollstoff als Unterlage und einige bunte Reißverschlüsse) hatte ich noch im Vorrat, und die Reißverschluss-Einsätze waren schnell genäht. Das Einnähen in die Schuhe wiederum war um einiges pfriemeliger, denn die steifen Spitzenschuhe lassen sich nicht so unter die Nähmaschine zwängen, dass man einmal ringsherum nähen könnte. Daher habe ich nur die beiden Längsseiten jeweils mit der Maschine angenäht und musste entlang der Ferse und der vorderen Rundung von Hand sticheln. Bei einem Schuh habe ich das gleich mit ein wenig Paillettendeko kombiniert, aber meiner Instagram-Bubble gefiel die neutrale Variante besser:

Spitzenschuh instastory bedazzled clean täschchen

Übrigens

Diese vier Exemplare stehen nun in meinem Etsy-Shop zum Verkauf. Wer seinen eigenen Spitzenschuhen auf diese Art ein neues Leben schenken möchte, kann mich gerne kontaktieren.

Juwelen von Balanchine

Ein Workshop des Staatsballett Berlin

Neulich habe ich eine Choreografie von George Balanchine getanzt. „Na und?“ werden die einen jetzt fragen. „Wie das?“ die anderen. (Und wer fragt, „George wer?“, sollte ebenfalls weiterlesen.)

Mit dem Schulorchester Werke von Bach, Mozart oder Beethoven spielen? Ist kein Problem. Bei der Aufführung der lokalen Ballettschule Ausschnitte aus „Dornröschen“ oder „Nussknacker“ zeigen? Unkritisch. Wer jedoch ein Stück eines Komponisten aus dem 20. oder 21. Jahrhundert für Amateure oder eine bestimmte Besetzung arrangieren wollte, stößt womöglich auf Probleme. Und wer gar daran denkt, mit seiner Ballettschule eine Choreografie von George Balanchine auf die Bühne bringen zu wollen, kann sich von dieser Idee eigentlich sofort verabschieden. Denn da gibt es den kleinen Stolperstein namens Urheberrecht.

Im Fall von George Balanchine (und vielen weiteren) sind Erben bzw. Rechteverwalter streng darauf bedacht, die Werke so zu erhalten, wie sie von den Künstlern geschaffen wurden. Um das insbesondere bei ohnehin nie 1:1 reproduzierbaren Live-Aufführungen von Kompositionen oder Choreografien zu gewährleisten, achten sie vor allem auf die Qualität der Interpreten. Im Falle des Choreografen Balanchine heißt das, dass nur professionelle Ballettcompagnien die Genehmigung zur Aufführung seiner Werke erhalten und die zur Einstudierung einen vom George Balanchine Trust bestellten Repetiteur in Anspruch nehmen müssen.

Ich ging also bislang nicht davon aus, in meinem Leben einmal eine Balanchine-Choreografie zu tanzen. Doch dann hatte eine der Teilnehmerinnen, mit denen ich im letzten Sommer in Finnland „Schwanensee“ getanzt habe, die Idee, bei einem Workshop des Staatsballett Berlin ein kleines außerfinnisches Wiedersehen zu veranstalten. Von diesen Workshops für Hobbytänzer hatte ich bereits gehört, und als Vorwand für ein Wochenende in Berlin taugte das allemal!

Da in dieser Saison Balanchines berühmte Trilogie „Jewels“ auf dem Spielplan des Staatsballetts steht, kamen wir Amateure so in den seltenen Luxus, Ausschnitte aus zweien der Edelstein-Ballette zu lernen. Während die eine Gruppe Auszüge aus „Emeralds“ einstudierte, lernten wir das Finale aus „Diamonds“. (Der dritte Teil, „Rubies“, ist so schnell und athletisch, dass er für Amateure eh nicht realisierbar ist.)

George Balanchine, der als Begründer des amerikanischen Balletts gilt und untrennbar mit der School of American Ballet und dem New York City Ballet verbunden ist, ist insbesondere für rhythmische Prägnanz und schnelle Fußarbeit bekannt. Und während das Finale aus „Diamonds“ mit langsamen, ausladenden Schritten beginnt, nimmt Tschaikowskys Musik dann nochmal Tempo auf, und wir durften Bekanntschaft mit einigen der rhythmischen Spielereien Balanchines machen. Wer sich wie ich lieber auf sein musikalisches Gespür verlässt als zu zählen, muss hier nämlich zähneknirschend einsehen, dass man gelegentlich nicht ums Zählen herumkommt. Eine Folge von Passés, die zunächst im Vierer- und dann im Dreiermetrum stehen, während die Musik unverändert durchläuft, sieht für den Zuschauer im Publikum unproblematisch aus. Wie tricky es in Wirklichkeit ist, merkt man aber schnell, wenn man aber versucht, das präzise auszuführen.

Wie gut uns das gelungen ist, wird aber niemand erfahren, denn eine öffentliche Aufführung gab es natürlich nicht und das vom Staatsballett aufgenommene Video ist auch streng vertraulich. Bei den Profis sieht das jedenfalls so aus:

Ballettröcke in Serie: Traumtänzer eingekleidet von kakakiri

Als ich im Frühjahr anfing, Ballettröcke selbst zu nähen und zu verkaufen, war das eine Idee, die ich ausprobieren wollte, ohne mir viel davon zu versprechen. Mir war klar, dass das ohne große Werbeaktivitäten neben einem Vollzeitjob höchstens eine Liebhaberei werden würde. Umso überraschter bin ich nun am Ende dieses Jahres über die Nachfrage und den Zuspruch für meine Ballettröcke. Neben etlichen Verkäufen über Etsy und vielen im direkten Umfeld unter meinen Mittänzern, hatte ich vor ein paar Wochen die Gelegenheit, eine ganze Ballettklasse mit einheitlichen Röcken auszustatten.

An vielen Ballettschulen ist es üblich, dass die Kinder einheitliche Kleidung tragen. Je nachdem, welcher Lehre die Schule folgt, kann das entweder eine selbst „verordnete“ Uniform sein oder beispielsweise den Regularien der Royal Academy of Dance folgen. Die Ballettschule Traumtänzer in Dortmund hat nun für ihre Teeniemädchen Trikots in königsblau vorgegeben und mich gefragt, ob ich dazu einheitliche, aber individuell gestaltete Röcke nähen wollte. Und natürlich wollte ich!

Gemeinsam haben wir einen Stoff mit Seerosen-Print in hellblau und königsblau ausgesucht und ich habe daraus acht identische Röcke gefertigt, die man nicht von der Stange kaufen kann.

Ballettröcke kakakiri Seerosen

5 m Stoff für Ballettröcke à la kakakiri

Ballettröcke kakakiri Seerosen

die fertige Kollektion

Und mal ehrlich: Passen die farblich nicht wie die Faust aufs Auge?

Neue Idee: Ballettröcke made by kakakiri

Unter Profitänzern gibt es viele, die nebenbei ihre eigene Ballettkleidung entwerfen und verkaufen. Die bekannteste ist wohl Yumiko Takeshima, die mit ihrem Trikot-Label Yumiko inzwischen zur weltweiten Marke geworden ist. Aber auch viele andere Ballerinas haben ein Faible für Stoffe und Nähen: Alice Williamson vom Staatsballett Berlin mit ihren Röcken Designed by AliceJordan Reed (ehemals Houston Ballet), die individuelle Trikots anfertigt, Ashley Ellis vom Boston Ballet, die Stulpen und Warmup-Bekleidung herstellt, oder Tracy Jones vom Colorado Ballet, die mit Tulips by Tracy auch ihr eigenes Rock-Label hat. Diese keineswegs vollständige Liste zeigt nicht nur, dass sich offenbar viele Tänzerinnen auch für Textiles interessieren, sondern dass es wohl auch einen Markt für individuell angefertigte Tanzbekleidung gibt.

Während ich schon versucht habe, Trikots selbst zu nähen und bislang mit den Ergebnissen noch nicht ganz zufrieden war, habe ich einige selbstgenähte Ballettröcke, Warmup-Hosen und Stulpen im Schrank, die regelmäßig zum Einsatz kommen. So entstand nun die Idee, doch einmal im Kleinen zu probieren, ob es nicht auch in meinem Umfeld Interessenten für selbstgenähte Ballettkleidung gibt. Für den Anfang konzentriere ich mich auf Röcke, die leicht in verschiedenen Längen, Mustern und Farbzusammenstellungen zu nähen sind.

Ein kleiner Testballon in Form eines Instagram-Bildes und Tweets brachte gleich positive Reaktionen, sodass der Versuch nun Beine bekommt: Ab sofort findet man mich als kakakiri auch auf Etsy und kann dort die ersten selbstgenähten Röcke in verschiedenen Prints und Längen bestellen. Individuelle Wünsche werden natürlich gerne entgegen genommen.

Ballettröcke kakakiri handgemacht Etsy

 

Ballettkleidung ausgemistet und zu verschenken

Ja, ich habe ganz schön viele Ballettklamotten. Mittlerweile ist es mir ebenso peinlich, auf die Frage „neues Trikot?“ mit „ja“ zu antworten wie mit „nein“. Oft genug stimmt es leider, aber wenn nicht, zeigt es doch, dass mein Schrank so voll ist, dass meine Mittänzer den Überblick verloren haben.

Da ein Umzug immer ein guter Grund ist, sich von Dingen zu trennen, man aber bei der Altkleidersammlung mit Balletttrikots vermutlich nicht viel anfangen kann, habe ich beschlossen, hier öffentlich auszumisten. Ich verschenke diese Klamotten, an den jeweils ersten, der in den Kommentaren „hier“ schreit und Interesse an einem Teil bekundet. Alle Trikots sind in gutem Zustand, einige habe ich nur wenige Male getragen, weil sie bei mir von der Passform doch nicht ganz ideal saßen, und ich würde mich freuen, wenn sie woanders eine zweite Chance bekämen.

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  1. Nylon-Trikot in bordeaux
    Größe: vermutlich L
    Marke: unbekannt
    Vorne mit eckigem Halsausschnitt, hinten V-förmig mit Raffung
    Ein sehr geliebtes, aber nun doch lange nicht getragenes Teil…


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  2. Mikrofaser-Trikot in Fuchsia
    Größe: XL
    Marke: Capezio
    Überkreuzte Rückenpartie
    Material: 92 % Nylon, 8 % Elastan


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  3. Mikrofaser-Trikot in anthrazit
    Größe: XL
    Marke: Move
    Angeschnittene Ärmel, Überkreuzte Brustpartie mit Verzierung, Clip-Verschluss am Rücken
    Sehr schönes Trikot, das leider für meine Körperlänge (1,89m) doch etwas zu kurz ist.
    Material: 78 % Nylon, 22 % Elastan
    (Die Darstellung auf dem Foto ist nicht ganz farbecht.)


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  4. Baumwoll-Samt-Trikot in bordeaux
    Größe: XL
    Marke: Sansha
    Zweigeteiltes Trikot mit Samt-Oberteil und Baumwoll-Unterteil und Spaghetti-Trägern
    Material: 92 % Baumwolle, 8 % Elastan


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  5. Mikrofaser-Trikot in magenta
    Größe: L
    Marke: Plume
    Überkreuzte Träger auf dem Rücken
    Material: 86 % Tactel, 14 % Elastan
    (Die Farbe ist in Natura noch etwas knalliger als auf dem Foto)


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  6. Mikrofaser-Rock in schwarz
    Größe: L/XL
    Marke: TCM
    Kein klassischer Ballettrock, sondern eher aus dem Fitness-Bereich
    wird seitlich geknotet

Wer nun also Interesse hat, schreibt mir einfach einen Kommentar hier oder eine Mail.

P.S.: Kudos für die Idee an Nelly von Knit two, Pointe two, bake two together!

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