kakakiri

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Neuigkeiten rund um kakakiri

Hier war es sehr lange sehr still. Bei 35° Außentemperatur ist es heute im Arbeitszimmer jedoch am Angenehmsten und endlich Zeit für ein kleines Update. Nach Weihnachten war ich beruflich die nächsten Monate so eingespannt, dass einfach keine Zeit zum Bloggen blieb. Untätig war ich aber in der wenigen freien Zeit, die noch blieb, nicht.

Neue Social-Media-Kanäle

Im März konnte ich schon den zweiten Etsy-Geburtstag meines kleinen Ballettrock-Unternehmens feiern. Da aus diesem Experiment eine stetige Nebenbeschäftigung geworden ist, hatte ich mich schon Ende des Jahres 2018 entschieden, auch im Social-Media-Bereich meine privaten Kanäle und die kakakiri-Ballettröcke etwas voneinander zu trennen. Dazu habe ich einen eigenen Instagram-Account und eine zugehörige Facebook-Seite eröffnet, auf denen nun neue Produkte, gelegentliche Angebots-Aktionen und Einblicke in meine Werkstatt zu finden sind:

https://www.instagram.com/made_by_kakakiri

Wer mir weiterhin privat auf Instagram folgen möchte, kann das natürlich gerne tun. Dort finden sich nun nur noch gelegentliche Hinweise auf meine Ballettrockproduktion und überwiegend private Bilder.

Neue Designs

Auch bei der Entwicklung von neuen Designs war ich nicht untätig und so sind in den letzten Monaten einige neue Modelle in den Shop gewandert – und teilweise auch bereits wieder heraus. Neu sind insbesondere verschiedene Varianten von Ballettröcken sowie Aufwärmkleidung für Kinder und Erwachsene. All dies ist nun ebenfalls in meinem Etsy-Shop zu finden:

Gerade ist die nächste Stofflieferung eingetroffen und pünktlich zum Sommer wird es wieder einige blumige Modelle in frischen Farben geben.

Auch an anderer Stelle wird sich in den kommenden Monaten noch einiges verändern, worüber ich hier dann in einem nächsten Blogpost berichten werde.

Bis dahin freue ich mich über Likes für meine neuen Kanäle!

Kostüme für Feen, Elfen und Geister

Kommt! einen Ringel-, einen Feensang!
Dann auf das Drittel ’ner Minute fort!
Ihr, tötet Raupen in den Rosenknospen!
Ihr andern führt mit Fledermäusen Krieg,
Bringt ihrer Flügel Balg als Beute heim,
Den kleinen Elfen Röcke draus zu machen!

William Shakespeare: »Ein Sommernachtstraum«

Nicht aus Fledermausflügeln, sondern aus Chiffon waren die Röcke, die ich im vergangenen Jahr für eine Ballettaufführung nähen durfte: Von Röcken mit Farbverlauf wie diesem in meinem Etsy-Shop inspiriert, kontaktierte mich die Ballettschule Hoefer in Pulheim , ob ich solche Röcke auch in größerer Zahl als Kostüme anfertigen könnte.

Die Feen, Elfen und Geister des Waldes in einer Aufführung von Shakespeares „Sommernachtstraum“ wurden so zu meinem Projekt. Gemeinsam mit der Ballettschule entwickelte ich die Ideen für drei unterschiedliche Kostüme aus korrespondierenden Stoffen:

Für die Elfen – die Gruppe der Zwölfjährigen – sollte es ein Empire-Kleidchen mit eingearbeitetem Trikot sein. Die Feen (14-15-Jährige) würden einen „gewöhnlichen“ Ballettrock mit dazu passendem (nicht von mir genähtem) Trikot tragen und für die Geister (16-18-Jährige) haben wir gemeinsam ein luftiges Kleid mit „Vokuhila“-Schnitt ausgetüftelt.

In einigen Wochen und Monaten habe ich dann insgesamt 40 Kostüme in zwei Farbkonstellationen genäht: Ein Teil der Gruppe trug jeweils kräftiges Gelb-Grün und ein anderer den eher gedeckten Farbverlauf in Oliv-Gelb. Die Handhabung von Stoffbahnen dieser Ausmaße war dabei nicht die einzige Herausforderung, der ich mich gegenüber sah!

Elfen tragen Empire-Kleidchen

Das Schnittmuster für das Empire-Kleidchen der Elfen habe ich selbst entwickelt und dafür als Grundlage das Freebook für einen Kinder-Badeanzug verwendet. Den habe ich so abgewandelt, dass er nicht mehr asymmetrisch war, die Rüschenverzierung weggelassen und stattdessen eine Teilung unter der Brust eingefügt, an der der Rock angesetzt ist. Das Rockteil besteht aus einem simplen Trapez, das vorne und hinten identisch gearbeitet ist.

Ein erstes Probestück zeigte an einigen Stellen Korrekturbedarf , so hatte ich etwa die Proportionen der Mädels falsch eingeschätzt und der Rock saß zu tief. Auch musste der Bewegungsspielraum zum Tanzen doch noch größer sein, sodass wir uns letztendlich für einen Schlitz an der Seite entschieden.

Herausforderung Nummer zwei dieses Kostüms war die Verbindung von dehnbarem Trikotstoff und nicht dehnbarem Chiffonrock: Damit die Mädchen nachher das Kleid von unten wie ein Trikot anziehen konnten, durfte der Rockteil nicht zu eng sein. Damit das dann wiederum mit der Unterbrustweite des Trikots zusammenpasst, mussten beim Zusammennähen von Ober-, Unter- und Rockteil die beiden elastischen Schnittteile maximal gedehnt werden.

Feen-Röcke – ein Heimspiel

Bei den Wickelröcken für die Feen-Kostüme war ich dann wieder auf vertrautem Terrain. Das Schnittmuster ist bewährt und ich habe es in verschiedenen Größen fertig im Regal, sodass sich die Feen-Röcke fast von alleine nähten.

Geister in Vokuhila-Kleidern

Die Kleider für die ältesten Tänzerinnen, die Geister, erforderten wiederum etwas Schnittmuster-Tüftelei: Der Grundschnitt ist ebenfalls zusammengesetzt und eine Adaption von zwei Freebooks: Für das Oberteil habe ich das Shirt Lady Rockers von Mamahoch2 als Ausgangsbasis genommen und es an verschiedenen Stellen abgeändert – da es ein ärmelloses Kleid werden sollte, habe ich die Armausschnitte etwas verändert, den Halsausschnitt deutlich vergrößert, damit man auch bei nicht dehnbarem Stoff mit Dutt hindurchkommt und schließlich die Weite angepasst, sodass auch insgesamt der Schnitt mit Webware funktionieren konnte. Schließlich ist es eigentlich ein T-Shirt-Schnitt für Jersey-Stoffe. Hals- und Armausschnitte habe ich zum Versäubern mit Schrägband eingefasst.

Ursprünglich hatte ich mit der Ballettschule überlegt, eine Kellerfalte am Halsausschnitt einzuarbeiten, um auf die benötigte Weite einerseits zu kommen, ohne andererseits einen Sack zu nähen. Die Probestücke zeigten aber, dass die Kellerfalte optisch untergeht oder deutlich vergrößert werden müsste, sodass ich stattdessen, den Stoff am Hals mit der Overlock etwas gerafft habe. (Wie das geht, ist zum Beispiel hier ganz gut erklärt.)

Das Unterteil des Geisterkleides bildete das Freebook zum Vokuhila-Rock von Pattydoo. Rock und Oberteil habe ich natürlich in einem durchgehenden Stück zugeschnitten, damit der Farbverlauf nicht unterbrochen wird. Auch bei diesem Rock haben die Probeteile gezeigt, dass wir noch Weite hinzugeben müssen, damit die Bewegungsfreiheit zum Tanzen ausreicht. Das wiederum hatte Auswirkungen auf den Stoffbedarf. Damit der nicht explodiert habe ich schließlich die Kleider schräg zum Fadenlauf zugeschnitten, was man ja „eigentlich“ nicht macht und was sich auch als weitere Herausforderung erwies, weil die flatterigen Chiffon-Stoffe sich widerspenstig zeigten, wenn es darum ging, sie akkurat zu falten (um einen glatten Stoffbruch zu bekommen).

Doch schließlich hatte ich alle Elfen, Feen und Geister benäht und konnte ein großes Paket nach Pulheim schicken. Im November durfte ich dort dann das Ergebnis auf der Bühne bewundern und es hatte etwas durchaus Surreales, eine ganze Bühne voller von mir genähter Kostüme zu sehen!

Rucksack Roana für einen Radler

Seit einiger Zeit radelt meine bessere Hälfte bei schönem Wetter die ca. 7 Kilometer zur Arbeit. Um sein Lunchpaket und sonstigen Kleinkram auf dem gepäckträgerlosen Mountainbike zu transportieren, lieh er sich hierzu bislang einen Rucksack von mir. Damit ist nun Schluss, denn der Mann hat zu Weihnachten einen eigenen Rucksack bekommen – natürlich made by kakakiri!

Als ich im Herbst auf Bilder des Rucksacks Roana von Hansedelli stieß, kam mir gleich die Idee, eine männertaugliche Version davon zu nähen. Schließlich ist der Grundschnitt clean und unverspielt, sodass er absolut als Unisex-Variante taugt.

Für die Außenstoffe habe ich einen wetterunempfindlichen Outdoor-Stoff und ein schönes Kunstleder im Vintage-Look gewählt. Die Innentaschen zieren – dem Zweck entsprechend – radelnde Bärchen.

Überhaupt, das Innenleben: Mit Laptop / iPad-Fach, diversen Steck- und Reißverschlussfächern, Flaschen- oder Regenschirmfach und Schlüsselkarabiner lässt der Rucksack Roana wohl keine Wünsche offen und der Ordnungsfanatiker hat immer alles an bewährter Stelle griffbereit.

Und das Schnittmuster? Obwohl der Rucksack Roana aus ca. 25 Schnittmuster-Teilen besteht, die teilweise mehrfach aus Innen- und Außenstoff sowie diversen Bügeleinlagen und Vliesen zuzuschneiden sind und man daher locker auf 70 zugeschnittene Einzelteile kommen dürfte, ist die Anleitung so gut gemacht, dass man sich kaum vertun kann. Das über 70-seitige E-Book ist gut bebildert und erklärt sehr verständlich die einzelnen Arbeitsschritte.

Laut Anleitung benötigt man zum Nähen ca. 12-15 Stunden, was in etwa auch meinem Zeitaufwand entsprechen dürfte. Immerhin spare ich beim nächsten Mal die Zeit fürs Ausschneiden und Zusammenkleben der Papierschnittmusterteile. Bis ich mir selbst so einen nähe, kann ich mir ja vielleicht diesen hier gelegentlich leihen… 😉

Verwendete Materialien

Fotoshooting mit kakakiri-Trikot

Vor einiger Zeit habe ich hier öffentlich meine Ballettklamotten ausgemistet. Diesen Blogpost hat auch Jenny gelesen – allerdings erst einige Zeit nachdem alle Teile verschenkt waren. Ich ging daher noch einmal meine Ballettschublade durch und konnte ihr ein Trikot anbieten, das ich einmal selbst genäht hatte. Der Stoff gefiel mir zwar nach wie vor, aber mit der Passform war ich nie ganz zufrieden gewesen. 

Dieses Balletttrikot wanderte also in die Post und fand bei Jenny eine glückliche Abnehmerin, die es offenbar mehr schätzt als ich, denn nun war es sogar das favorisierte Trikot für ein Fotoshooting, von dem ich hier einige Bilder zeigen darf.

 

Verlosung: Etsy-Gutscheine für Neukunden

Heute habe ich etwas zu verschenken! Von Etsy habe ich fünf Gutscheine über 20 Euro bekommen, die ich an Neukunden verschenken darf. Natürlich würde ich mich freuen, wenn die Gutscheine in meinem Shop eingelöst werden.

Wer also vielleicht schon länger einen Blick auf einen meiner Ballettröcke geworfen hat, hat nun die Chance, ihn (beinahe) kostenlos zu bekommen. Um einen der fünf Etsy-Gutscheine zu gewinnen, hinterlasst mir einen Kommentar unter diesem Post oder schreibt mir eine Mail bis zum Freitag, 26.10.2018.

Hier ein paar Anregungen, was ihr mit eurem Etsy-Gutschein anfangen könntet! (Beim Klick auf das Bild findet ihr einen Link zum Artikel in meinem Etsy-Shop.)

Olivia Furiosa – neue Handtasche mit neuer Nähmaschine

Der Name klingt schon vielversprechend: Olivia Furiosa – quasi eine Handtasche mit eingebautem Temperament. Und der Untertitel erst: Luxury Bitch Bag!

Aber das allein hätte mich wohl kaum bewogen, das Schnittmuster zu kaufen und mal wieder eine Tasche zu nähen. Schließlich bin ich sonst eher ein Klamotten- als Taschennäher. Nach gut drei Jahren mit meiner Alltagshandtasche war es aber mal wieder Zeit für etwas Neues, und als mir Bilder dieses neuen Schnittmusters von Follow-me Design begegneten, war ich gleich angefixt: Die Aufteilung mit drei getrennten Hauptfächern, die sich mit Reißverschluss bzw. Magnetverschluss schließen lassen, rief geradezu nach dem Ordnungsfanatiker in mir.

Neues Spielgerät

Dieses Projekt war aber nicht nur die Premiere für ein neues Schnittmuster, sondern auch die erste Gelegenheit, meine neue Nähmaschine zu testen. Denn – JAAA! – ich habe mir ein Upgrade geleistet! Fünf Jahre hat mir meine Bernina B215 gute Dienste geleistet und hätte das sicher noch viele weitere Jahre getan, aber da sie nunmal das Einsteigermodell dieses Herstellers ist, musste ich auf einige Annehmlichkeiten verzichten. Als sich nun eine günstige Gelegenheit ergab, auf eine (gebrauchte, aber händlergeprüfte) Bernina B530 umzusteigen, habe ich sie kurzerhand ergriffen. Mit Features wie verstellbarem Nähfüßchendruck, Kniehebel zum Heben und Senken des Nähfußes, mit dem Pedal steuerbarer Nadelposition hat sie doch Einiges zu bieten. Von unzähligen Zierstichen, programmierbaren Kombinationen usw. ganz abgesehen…

Bernina530 Nähmaschine

Meine Olivia Furiosa war also die erste Probe aufs Exempel, und es hat richtig Spaß gemacht mit dem neuen Spielgerät. Nur die automatische Vernähfunktion am Anfang und Ende ist entweder nicht so robust wie die vorwärts-rückwärts-Technik, die ich mit meiner alten Maschine anwenden musste, oder es liegt noch ein Anwenderfehler vor. Denn leider lösten sich nach einigen Tagen bereits Nähte der aufgesetzten Innentaschen, die sich nun nur noch von Hand annähen ließen. 

Nach einigen Stunden Arbeit war meine furiose neue Handtasche dann jedenfalls einsatzbereit und hat sich bereits im Praxistest bewährt. Ob wir gemeinsam dem Untertitel gerecht werden, lasse ich mal dahingestellt…

Verwendete Materialien

  • Innenmaterial: Baumwollstoffreste vom Stoffmarkt
  • Reißverschlüsse und Taschenzubehör (Karabiner, D-Ringe etc.): Snaply-Taschenzubehör in Kupfer

[unbezahlte Werbung]

DaWanda geht, Etsy bleibt, dohero kommt

Die Nachricht vom Aus für die DIY-Plattform DaWanda überraschte im Juni viele – auch mich. Nachdem ich dort erst seit April vertreten war, ist nun also schon wieder Schluss. DaWanda-Verkäufern wurde nahegelegt, zu Etsy zu wechseln und dieser Umzug mit Hilfe eines Import-Tools auch technisch unterstützt. Da ich zuvor ja bereits auf Etsy verkauft habe, war dieser Schritt für mich ein kleiner – zumal die  Verkaufszahlen für mich bei Etsy ohnehin besser sind. Doch für viele andere Shop-Betreiber ist das Ende von DaWanda erst einmal ein großer Unsicherheitsfaktor: Die internationale Kundschaft kann zwar eine Chance darstellen, aber gleichzeitig ist natürlich auch die Konkurrenz unter den Verkäufern international – und nicht jedes Produkt ist so leicht und damit auch versandgünstig wie meiner Ballettröcke…

Aus diesem Grund formierte sich nach Bekanntwerden des Endes von DaWanda in Rekordzeit eine Alternativplattform, die Verkäufern der DIY-Szene in Deutschland eine neue Heimat geben möchte: Kurzentschlossen haben die Betreiber des Online-Stoffhandels Stoffwelten, die naturgemäß zahlreiche Kunden haben, die auf DaWanda verkauf(t)en, alle Hebel in Bewegung gesetzt, um in nicht einmal zwei Monaten eine neue Verkaufsplattform ins Leben zu rufen. Wer schon einmal eine Website ge(re-)launcht hat, kann sich vorstellen, was es bedeutet, in dieser knappen Zeit eine Seite zu gestalten und insbesondere mit allen technischen Möglichkeiten auszustatten, die eine solche Verkaufsoberfläche mit unzähligen Optionen für Händler erfordert. 

Auch kakakiri wird auf der neuen Plattform dohero vertreten sein, sobald sie online geht. Während dieser Blogpost entsteht, läuft im Hintergrund der Produktimport von DaWanda zu dohero. Wer also lieber über eine deutsche Seite kaufen und seine Daten auf deutschen Servern wissen möchte, kann ab 4. September hier shoppen:

dohero Logo

Meine Röcke und Täschchen findet ihr weiterhin auch hier im Shop (dann über Etsy) und ihr könnt mich natürlich für Spezialanfertigungen auch direkt kontaktieren.

Neue Ordnung im Nähzimmer

Als wir vor zwei Jahren in diese Wohnung zogen, war mein Spielzimmer ein riesen Gewinn. Endlich Platz zum Ausbreiten beim Nähen! Und Stauraum, um alles geordnet und gut zugänglich unterzubringen.

Wir spulen vor ins Jahr 2018: Inzwischen hatten sich die Overlock-Garnrollen ebenso vermehrt wie das Schrägband-Sortiment, das ich für die Ballettröcke verwende. Diverse weitere Utensilien und Helferlein taten ein Übriges, um die ehemals großzügigen Schubladen des Schreibtischschränkchens zu füllen. Das Overlock-Garn war da längst ausgezogen und dank Pinterest-Inspiration in einen IKEA-Tütenhalter umquartiert worden, der seinerseits nun auch schon wieder zu klein war.

Zeit also, eine Neuordnung in Angriff zu nehmen. Nach einem Trip zum schwedischen Möbelhaus ist nun das Chaos vorerst wieder eingedämmt:

  • Die Overlock-Garnrollen sind auf eine Bilderleiste an der Wand gezogen, wo sie sich farblich sehr dekorativ machen.
  • Der frei gewordene Tütensammler dient nun in einer versteckten Ecke als Stehsammler für Kunstleder und SnapPap, das gerollt aufbewahrt werden muss.
  • An der Wand sorgt eine Lochplatte mit Haken, Ablage und Rollenhalter für zusätzlichen Stauraum und eine leicht zugängliche Aufbewahrung meiner Schrägbandsammlung.
  • Meine Stoffvorräte, die bislang in textilen Schuhkartons aufbewahrt wurden, sind nun hinter Glastüren gezogen. Das hat den Vorteil, dass ich die gesamte Breite des Regalfachs ausnutzen kann und weiterhin alles staubgeschützt, aber sichtbar gestapelt ist.

So, und nun säume ich noch das Shirt, das seit einer Woche auf der Schneiderpuppe hängt und schon vorwurfsvoll guckt.

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Pinterest Nähzimmer Ordnung

Babykleidung ins rechte Licht gerückt

Vor einigen Wochen bin ich Tante geworden. Und NATÜRLICH musste ich dem Neffen etwas nähen! Ein paar Teile in Größe 56 gab es schon zur Geburt, nun folgte zum ersten Treffen der nächste Schwung. Süße Kinderstoffe gibt es ja im Überfluss, aber neulich fiel mir im Stoffladen, als ich – wieder einmal – nur etwas Schrägband und sonst nichts kaufen wollte, ein Stoff in die Finger, der einfach mit musste: Der maritime Print kann nämlich etwas! Er wechselt im Sonnenlicht die Farbe. Und das nicht nur ein wenig, sondern richtig deutlich!

 

Davon musste also ein halber Meter mit! Um nicht am Bedarf vorbei zu nähen, habe ich meine Schwester gefragt, was im schon wohlgefüllten Kleiderschrank noch fehlt – und bekam zur Antwort: ein Schlafanzug mit extra langen Beinen. (Ja, der Neffe fällt nicht weit vom Stamm und macht schon Anstalten, der Normkurve davon zu wachsen…) Nun ist ein Schlafanzug, der im Sonnenlicht die Farbe wechselt, höchstens in Skandinavien witzig. Da der Neffe aber in Mississippi aufwächst, musste für den coolen Stoff ein anderer Verwendungszweck her: Ein Body mit passender Buxe sollte es werden.

UV-Stoff Farbwechsel Babyoutfit

Glow-in-the-Dark-Schlafanzug

Doch der Wunsch nach einem Schlafanzug produzierte eine neue Idee, denn neben den UV-empfindlichen Stoffen lagen im Stoffladen auch Stoffe, die im Dunkeln leuchten! Wer in den Achtzigern aufgewachsen ist, kennt sicher noch die Sternenaufkleber, die man sich im Kinderzimmer an Wand oder Decke geklebt hat und die im Dunkeln leuchteten – nach diesem Prinzip funktioniert auch der Stoff. Ich habe mich für den Schlafanzug für einen weichen, grauen Jersey entschieden, auf dem kleine Sterne auftauchen, wenn man ihn zuvor angeleuchtet hat. Was auf den ersten Blick langweilig wirkt, entfaltet dann erst im Dunkeln seine volle Wirkung. Das ist allerdings deutlich schwieriger zu fotografieren als der Farbwechsel!

Tragefotos gibt es von beiden Outfits noch nicht, da sie in Größe 68 und damit zum Reinwachsen genäht sind – bei dem Tempo, in dem der Neffe wächst, wird das aber wohl nicht mehr lange dauern.

Die verwendeten Schnittmuster sind allesamt Freebooks – der Dank gebührt:

Portemonnählektionen

Es war an der Zeit, dass ich mich trenne.  Von meinem Portemonnaie. Es hatte seine besten Jahre hinter sich. Was macht die Frau mit Nähmaschine also? Richtig: Sie näht sich selbst ein neues. Beim Schnittmuster habe ich mich für das Portemonnaie aus dem Pattydoo-Buch „Taschenlieblinge selber nähen“ entschieden. Die Innenaufteilung gefiel mir gut und es schien ausreichend Platz für Karten, Geld und sonstigen Kleinkram zu bieten. Außerdem hatte ich in der Pattydoo-Facebook-Gruppe schon viele schöne Exemplare gesehen, die mich dazu animierten, es auch einmal zu probieren, auch wenn gefühlt die Hälfte der Ausführenden dort berichtete, wie sehr sie über die Falten geflucht, mit der Maschine gekämpft und gegen das eigene Unverständnis der Anleitung angenäht haben.

Und ich muss gestehen: Auch ich habe etwas geflucht, einiges aufgetrennt und Lektionen fürs nächste Mal gelernt. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Insbesondere, weil ich mir vorgenommen hatte, besonders genau zu arbeiten, da sich Ungenauigkeiten bei einem solchen Teil sofort rächen. Ich habe also penibel exakt zugeschnitten, Nahtzugaben auf die Schnittmusterteile übertragen und angegebene Maße beim Nähen sorgfältig eingehalten. Das hat sich schon mal ausgezahlt – die Karten passen in die Fächer, es ist nichts krumm und schief und schreit nicht auf den ersten Blick „selbstgenäht“.

Dennoch ist nicht alles so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass ich einen blöden Anfängerfehler gemacht habe: Wie so oft habe ich nicht die ganze Anleitung vor dem Zuschnitt durchgelesen. Meist erklärt sich der nächste Schritt ja viel besser, wenn man das Werkstück im in der Anleitung beschriebenen Arbeitsstadium vor sich liegen hat… Nun ja, hätte ich die Anleitung mal zu Ende durchdrungen, wäre mir klar geworden, dass das Reißverschluss- und Steckfach aus einem Stück sind. Mein Plan, die beiden Fächer aus unterschiedlichen Stoffarten zu nähen, ging also daneben. Nun sind also beide Fächer von außen grau und von innen rosa (statt eines grau, eines rosa).

Die gleiche Erkenntnis hätte mir den sehr lästigen Fehler erspart, den Reißverschluss falsch in die grauen Stoffteile einzunähen, denn ich habe erst verstanden, wie die beiden Fächer zusammenhängen, nachdem ich ein Täschchen mit grauem Stoff innen und außen fertig hatte. An dieser Stelle ist die Anleitung im Buch nämlich nicht besonders eindeutig: Die Schnittmusterteile sind in der Übersicht nur als Trenn-/Reißverschlussfach benannt, in der Anleitung ist dann von Innen- und Außentasche die Rede – das könnte klarer formuliert sein. Die ergänzenden bebilderten Anleitungen, die andere User schon in der Facebook-Gruppe gepostet hatten, habe ich natürlich erst entdeckt, als es schon zu spät war.

Überraschend gut hat hingegen das Stecken und Nähen der Ziehharmonika-Falten außen geklappt. Mit einem gefalteten Stoffstück unter dem Nähfuß für den Nahtbeginn und dem Reißverschlussfuß ging das problemlos. Auch hierbei hat mir allerdings der Hinweis aus der Community geholfen, nicht erst alle Falten zu stecken und dann zu nähen, sondern jeweils nacheinander zu stecken und zu nähen, weil man so den übrigen Stoff besser aus dem Weg biegen kann.

Nun habe ich also ein geräumiges neues Portemonnaie, das sich ab heute im Alltag bewähren darf.

Verwendete Materialien:

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